Appel des 100


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Mehr als einen Fünftel der Schweiz Bevölkerung wegen eines falschen Passes zu stigmatisieren, ist von vorneherein ein Skandal! Die Staatsangehörigkeit nach dem Abstammungsprinzip – der Blutsbande – und nicht nach dem Geburts- oder langjährigen Aufenthaltsort zu definieren, ist unzeitgemäß und scheinheilig. „Faktische“ Schweizerinnen und Schweizer, die sich sozial und kulturell nicht von anderen Bewohnern dieses Landes unterscheiden – oder aber Menschen, die auf dem Weg sind, sich gesellschaftlich zu integrieren, sollen durch diese stumpfsinnige Initiative künstlich ausgegrenzt werden. Die zugrunde liegende Ideologie ist menschenverachtend und letztlich faschistisch.

Sören Senn, Regisseur, Zürich und Berlin



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