NOCH IMMER DIE SCHWEIZ

Eine Aktion zum 1. August 2010

Kuratierung: Ruth Schweikert

Zum diesjährigen 1. August geben Künstlerinnen und Künstler ein vielstimmiges Statement ab zur heutigen Schweiz. Anlass der Initiative ist die gegenwärtige innen- und aussenpolitische Situation unseres Landes, die Kluft zwischen Selbstwahrnehmung der Schweiz und ihrer Lage in der Welt.


-> Pressestimmen zu dieser Aktion
 


Ursula Biemann


Gemeinschaft kann für die Dauer nicht auf einem Fundus gründen, den man gemeinsam hat, sondern sie muss auf dem Ungemeinen gründen. Anders hat die Gemeinschaft keine Dauer, sondern artet zur Gemeinheit aus. Wir sind auf dem besten Weg.
Gemeinschaft ist zu einer Dimension von kollektivem Sein statt von kollektivem Handeln geworden - außer in einer Hinsicht. Aktionen der Ausschließung und Bestrafung derer, die 'anders' als die anderen sind. Diese Aktionen stellen sich als verzweifelte Versuche heraus, eine gemeinsame Identität zu retten.
Wie kann dem entgegen ein Denken stark gemacht werden, das im Gemeinsam-Sein kein besonderes Sein entdecken will und sich schon gar nicht als Rettung der Identität versteht, sondern als Mit-Sein. Nur, kann mit dieser unspektakulären Vorstellung Politik gemacht werden? Das ist der Grund warum den grauenvollen Kampagnen so schwer beizukommen ist.






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