NOCH IMMER DIE SCHWEIZ

Eine Aktion zum 1. August 2010

Kuratierung: Ruth Schweikert

Zum diesjährigen 1. August geben Künstlerinnen und Künstler ein vielstimmiges Statement ab zur heutigen Schweiz. Anlass der Initiative ist die gegenwärtige innen- und aussenpolitische Situation unseres Landes, die Kluft zwischen Selbstwahrnehmung der Schweiz und ihrer Lage in der Welt.


-> Pressestimmen zu dieser Aktion
 


Eva Vitija


Xavi hat sich mit seinem Vater noch nie gut verstanden. Der Vater wird oft gewalttätig, wenn er betrunken ist. Xavi freut sich darauf, dass er bald volljährig wird, dann kann er endlich von zu Hause ausziehen. Er hat sogar schon eine Lehrstelle als Feinmechaniker in Aussicht.
Doch eines Tages vergewaltigt Xavis Vater im Suff eine junge Frau.
Xavi verurteilt die Tat zutiefst. Er will nie wieder Kontakt zum Vater! Er verliert Freunde, die Kollegen schauen ihn schief an, der Sohn eines Vergewaltigers... Die bevorstehende Lehrstelle wird plötzlich wieder abgesagt.
Trotzdem wird Xavi - zusammen mit seinem Vater – ausgeschafft und darf nie wieder ins Land zurückkehren, wo er geboren und aufgewachsen ist.
Ist Sippenhaft bald gut Schweizerische Gerechtigkeit?






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